12. Mai 2013

Hochbett - Umbau

Wie bereits in meinem ersten Post kurz erwähnt, war mein erstes Projekt und der Beginn meiner Holz-Leidenschaft das Hochbett für mein Schlafzimmer. Der Zusammenbau erfolgte damals mit reichlich Schrauben und Metallwinkeln, die größtenteils auf der Sichtfläche lagen. Insgesamt kein sehr schöner Anblick.
Mit vielen neuen Erfahrungen aus anderen Projekten und vor allem deutlich mehr Möglichkeiten durch neue Maschinen, habe ich das alte Hochbett bis auf die Rahmenkonstruktion abgerissen und einen Neuaufbau gestartet. Zur Verwendung kam statt Birke Multiplex diesmal Fichte Leimholz, welches optisch nun auch zur Unterkonstruktion passt. Außerdem war das ganze Bett in Längsrichtung ziemlich wacklig. Die Metalllochbänder sind zu nachgiebig gewesen.

Rahmenkonstruktion als Traggerüst meines Bettes

Ich hatte kurz überlegt, die Stöße der Balken mit einer komplizierten 3-achsigen Schlitz und Zapfen Verbindung zu realisieren, dann aber entschieden, die Winkel an den Innenseiten zu lassen und alle Balken zu "stapeln".

Rahmenkonstruktion im Detail

Für den neuen Aufbau habe ich Leimholzplatten aus Fichte beim Holzhändler gekauft und auf meinem Kreissägetisch zugeschnitten. Diesmal wurden die Kanten mit der Oberfräse gerundet und alle Flächen sorgfältig geschliffen. Die Auflage des Rausfallschutzes habe ich mit der Oberfräse ausgespart.

Neuer Eckaufbau

Die Eckelemente sind diesmal nur verleimt und dann an die Beine geschraubt worden. Die Schrauben wurden tiefer vorgebohrt, um später die Schraubenköpfe mit Konusplättchen zu verbergen.

Verleimung der Eckelemente 

Die rechte Seite des Bettes ist bis auf den Endschliff fertig. Auf der linken Seite fehlt zusätzlich noch der Rausfallschutz.

Endschliff des ganzen Bettes nach Fertigstellung

Zum Abschluss wurden die Konusplättchen und die Dübel noch abgesägt und beigeschliffen. Ein Hobel befand sich damals noch nicht in meinem Besitz.

Der fertige Aufbau

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch auf der Suche nach einer geschickten Konstruktion für ein Kopfteil, außerdem fehlte noch eine Treppe zum Einstieg ins Bett. Das Kopfteil ist bis heute noch nicht fertig und ich vermisse es auch nicht.

Das fertige Bett

Hier sind im Detail noch einmal die versteckten Schraubenköpfe unter den Konusplättchen (im unteren Teil) zu sehen. Wie auf dem Bild zu erkennen, ist nur ein Plättchen von vier zu erkennen. Befürchtungen, dass sich das Holz noch verzieht und die Schrauben noch einmal nachgezogen werden müssen, haben sich zum Glück nicht bewahrheitet.

Verdeckte Schrauben

Die gestiftete und verleimte Verbindung des Rausfallschutzes im Detail. Hier habe ich leider nicht bei jedem Stift daran gedacht, die Maserung auszurichten.....

Gestifftete Verbindung

Vordere Ecke des Aufbaus noch einmal im Ganzen (Wie sie sehen, sehen sie keine Schrauben - Ziel erfüllt) Auch die Form ist nun ein bisschen gefälliger und nicht mehr ganz so eckig, wie zuvor.

Fertige Ecke mit aussteifender Diagonalen im Hintergrund

Zu guter Letzt habe ich noch 2 Diagonalen aus KVH eingezogen. Damit steht das Hochbett nun auch frei (ohne Kontakt zur Wand) stabiler als vorher. Das später folgende Werkzeug- und Holzlager erhöhte die Standfestigkeit weiter und inzwischen bewegt sich gar nichts mehr, selbst wenn ich mit meinem ganzen Gewicht gegen das Bett rempel.



Kommentare :

  1. Hi Tobi,

    schöner Post und leicht zu lesen! Find deine Konstruktion vom Bett klasse, da passt man sicherlich auch zu zweit rein :-).

    Schöner Gruß,
    Dominik

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    1. Hi Dominik,

      Danke für deinen Kommentar und dein Lob. Na sicher passt man da zu zweit rein (160x220cm) oder alleine diagonal, oder alleine fast quer ;-) Ich weiß gar nicht, wie ich jemals in kleineren (vor allem kürzeren) Betten schlafen konnte.

      Abgesehen davon bin ich mal auf dein Bettbau-Ergebnis gespannt. Was ich bisher gesehen habe, sieht sehr, sehr ordentlich aus!

      Gruß Tobi

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